Liebe Hörerinnen und Hörer, Sie hören die Bundnessel, die Sendung der Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) auf Radio Neandertal.

Die BUNDnessel gibt es zweimal im Monat: Jeden ersten Sonntag um 19 Uhr und jeden zweiten Montag im Monat, dann um 20 Uhr.

 

Liebe Hörerinnen und Hörer!

In der Monheimer Innenstadt gibt es bald Photovoltaik, in Ratingen kümmern sich Senioren um Senioren, die Hilfe brauchen, in Wülfrath geht es um die Wärmewende und in Erkrath streitet man sich um einen Radweg.

Die Maßnahmen von Wirtschaftsministerin Reiche sind falsch, ein Verbrenner ist eine Dreckschleuder, Speicher können den Strom wirtschaftlich machen.

Unsere Beiträge können Sie im Internet auf unserer Homepage nachlesen unter:

BUND-kreis-mettmann.de

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Wir wünschen viel Vergnügen.

 

Das war die BUNDnessel, die Sendung der Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz auf Radio Neandertal. Am 12. Januar gibt es um 20:00 Uhr die nächste BUNDnessel.

Wenn Sie noch Informationen brauchen, sehen sie auf unserer Homepage nach. Die Artikel sind mit Quellen im Internet abrufbar. Klicken Sie an, informieren Sie sich, und sagen Sie uns Ihre Meinung unter:

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Im Studio waren Christa Simon und Volker Förster. Für die Musik der heutigen Sendung bedanken wir uns bei DJ Teddy aus Erkrath.

Mein Name ist Götz-Reinhardt Lederer

Wir wünschen einen guten Abend

Die Förderung und Nutzung von Erdgas ist teuer, zerstört Umwelt und Klima und macht Deutschland abhängig von anderen Ländern.


 

Aktuell treibt die Bundesregierung den Zubau von neuen klimaschädlichen Gaskraftwerken voran. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gaswende kritisieren diese einseitige Strategie als klimapolitisch schädlich und plädieren für die Flexibilisierung des Energiesystems. 

Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND: „Mit ihrem einseitigen Fokus auf neue Gaskraftwerke gefährdet Bundesministerin Reiche die Klimaziele, zementiert fossile Abhängigkeiten und treibt die Strompreise nach oben. Stattdessen muss sie endlich die Flexibilisierung des Energiesystems voranbringen und konsequent weiterführen. Das sorgt dafür, dass es nur wenige Stunden im Jahr überhaupt ein Back-Up braucht. Reiche hat außerdem keinen Plan vorgelegt, wie ihre neuen Kraftwerke rechtzeitig klimaneutral werden sollen. Das ist unverantwortlich angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise.”

Flexibilitäten verringern Einsatz von Kraftwerken erheblich 

Die Analyse der beiden Organisationen beinhaltet auch Berechnungen zu den Auswirkungen von Flexibilitäten auf den Einsatz von Kraftwerken. Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass die aktuelle Ziele der Bundesregierung wie Erneuerbaren-Ausbau und Klimaneutralität 2045 erreicht werden. Die Ergebnisse zeigen, dass innovative Flexibilitätsoptionen wie der Einsatz von Batteriespeichern, bidirektionales Laden von Elektrofahrzeugen oder Lastverschiebung in der Industrie kurzfristige und teure Spitzen im Stromsystem deutlich abmildern. 

Dadurch kommen Kraftwerke insgesamt weniger zum Einsatz: Bis zum Jahr 2045 kann laut den Berechnungen die Stromerzeugung in Kraftwerken um bis zu 45 Prozent reduziert werden gegenüber einer Strategie, die nicht auf Flexibilitäten setzt. Die Einsatzstunden dieser Anlagen gehen um fast ein Drittel zurück. Das bringt Kostenvorteile und macht das Energiesystem resilienter, weil die Importabhängigkeit sinkt. 

Tina Loeffelbein, Projektleiterin bei der Gaswende: „Batteriespeicher und Lastmanagement stehen im mehrstelligen Gigawattbereich in den Startlöchern. Sie müssen jetzt durch kluge Rahmensetzung konsequent ermöglicht und netzdienlich eingebunden werden. Es ist unverantwortlich, dass die Bundesregierung nur einen kleinen Teil der Kraftwerksstrategie dafür öffnet und ansonsten auf fossile Gaskraftwerke setzt.“

Nur grüner Wasserstoff passt zu einem klimaneutralen Energiesystem.


 

Quelle: BUND und Gaswende 2588

Wie Batteriespeicher Stromkosten senken

Steigende Strompreise erhöhen seit Jahren den wirtschaftlichen Druck auf energieintensive Unternehmen. Dadurch entwickeln sich Batteriespeicher zu einem zentralen Instrument, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Über drei Hebel helfen sie dabei, Energiekosten zu senken und Risiken zu reduzieren. 1. Hebel: bessere Nutzung von Photovoltaikstrom
Ein erster Effekt entsteht durch die bessere Nutzung von Photovoltaikstrom. In vielen Betrieben liegt die Eigenverbrauchsquote trotz hohem Verbrauch überraschend niedrig. Grund dafür ist die zeitliche Verschiebung zwischen PV-Erzeugung und tatsächlicher Nutzung. Ein Speicher überbrückt diese Diskrepanz: Überschüsse aus der Mittagszeit können nun in Morgen- und Abendstunden verbraucht werden. Dadurch steigt der Eigenverbrauch meist auf 60 bis 90 Prozent – und die Stromkosten sinken um jede zusätzlich selbst verbrauchte Kilowattstunde um 10-20 Cent.

2. Hebel: Kappen von Lastspitzen
Noch größere wirtschaftliche Relevanz hat in vielen Fällen das Kappen von Lastspitzen. Bereits eine einzige Viertelstunde mit hoher Last bestimmt das gesamte Entgelt für ein ganzes Jahr. Ein Speicher entlädt gezielt in diesen Momenten und hält den Leistungsbezug zuverlässig unter der maßgeblichen Schwelle. In der Praxis führt das zu stabilen, planbaren Einsparungen.

3. Hebel: Optimierung des Stromeinkaufs
Die Preise an der Börse schwanken im Tagesverlauf erheblich. Ein Speicher entkoppelt Einkauf und Verbrauch: Er lädt dann, wenn Energie günstig ist und ersetzt in teuren Stunden den Netzbezug. Der wirtschaftliche Effekt ist am höchsten in Betrieben, in denen bereits am Morgen oder bis in den Abend verbraucht wird.

 

Ob ein Speicher insgesamt wirtschaftlich ist, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: den Investitionskosten, dem individuellen Lastprofil und der Fähigkeit des eingesetzten Energiemanagementsystems. Die genannten Hebel müssen automatisch so gesteuert werden, dass die Speicherkapazität immer den aktuell gewinnbringendsten Hebeln zugeordnet wird. 
Batteriespeicher werden damit zu einem strategischen Baustein zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. 

Lukas Eckert, Geschäftsführer Voltvera GmbH, Münster 

„Die Wärmewende geht uns alle an“ 

Wärmeplanungskonzept: Die BUND-Ortsgruppe Wülfrath fordert den Bürgermeister auf, zur Bürgerinformation einzuladen.

Die Temperatur in Deutschland steigt und steigt. In den letzten 20 Jahren hat die Durchschnittstemperatur um fast ein Grad zugenommen. „Eine seriöse Studie geht davon aus, dass der Klimawandel bis zum Jahr 2050 Deutschland mit bis zu 900 Milliarden Euro belasten könnte, wenn man keine Maßnahmen dagegen ergreift“, so Götz-Reinhardt Lederer, Vorsitzender der BUND-Ortsgruppe Wülfrath.

Ein großer Teil der CO2-Belastung entsteht durch die fossilen Heizungen. Jede Kommune soll daher die Heizungslandschaft verbessern und dafür ein Wärmeplanungskonzept erstellen, oder erstellen lassen. Die BUND-Ortsgruppe hat sich mit Jonathan Nolte, dem Klimamanager der Stadt, zusammengesetzt, um sich über die Maßnahmen der Stadt Wülfrath zu informieren.

Für das Wärmeplanungskonzept der Stadt Wülfrath wird zurzeit das Leistungsverzeichnis erarbeitet. Auf dessen Basis wird Anfang 2026 die Vergabe zur Erarbeitung des Wärmeplanungskonzeptes erfolgen. Es ist vorgesehen, ein Unternehmen zu beauftragen, welches das Wärmeplanungskonzept für Heiligenhaus erarbeitet hat. Das Ergebnis des Konzeptes der Stadt Wülfrath wird Ende 2026 erwartet. Dann ist ersichtlich, in welchen Bereichen etwa Fernwärme angeboten werden soll, und wo zum Beispiel Wärmepumpen nötig sind.

Lederer meint: „Dann sollten sich Wülfrather Hausbesitzer, Mieter, Wohnungsbaugesellschaften, Firmen, Verbände und vor allem die Bürger zusammensetzen, um für Wülfrath eine effektive und finanzierbare Lösung zu finden. Wir fordern dann den Wülfrather Bürgermeister auf, zur Bürgerinformation einzuladen.“ Denn: Die Wärmewende, so Lederer, „geht uns alle an“.

Eines könne man aber schon jetzt als Tipp geben: Man sollte keine neue Gasheizung mehr einbauen, sagt der BUND-Vorsitzende. Es sei absehbar, dass es in den nächsten Jahren immer weniger Gasheizungen geben werde. Kosten – wie die für das Leitungsnetz – müssten dadurch von immer weniger Kunden getragen werden.

Quelle: taeglich.me 7.12.25 Thomas Reuter 

Erkrath Die neue Beschilderung ist da und der Millrather Weg in Unterfeldhaus damit offiziell als Fahrradstraße freigegeben, testweise für zwei Jahre, hatte die Stadtverwaltung Ende Oktober 2024 informiert. Fahrrädern und E-Scootern wird seither Vorrang eingeräumt, Pkw können den Straßenabschnitt aber weiterhin befahren. Anwohner des Millrather Wegs haderten schon im Vorfeld mit der Einrichtung der Fahrradstraße, weil der Parkraum dafür eingeschränkt wurde. 
Zwischenzeitlich sind die kritischen Stimmen der Anfangsphase jedoch verebbt, wie die Stadt jetzt im Mobilitätsausschuss berichtete. Es sei davon auszugehen, dass sich viele mit den neuen Regelungen arrangiert und sich daran angepasst hätten. Ebenso sei davon auszugehen, dass auch private Stellplatzmöglichkeiten, die im Vorfeld ungenutzt blieben, nun regulär in Anspruch genommen würden, um den Parkdruck im öffentlichen Verkehrsraum zu reduzieren.
Generell hätten sich beispielsweise sowohl das Pkw- als auch das Lkw-Aufkommen mit Einführung der Fahrradstraße reduziert. Auch habe es auf dem Abschnitt weniger Unfälle gegeben.

Da die für die Akzeptanz und Qualität einer Fahrradstraße wichtigen Markierungsfarben „überraschend frühzeitig verblasst“ sind und aufgefrischt werden müssten, hat die Stadt der Politik schon vor Ablauf der Testphase die unbefristete Beibehaltung der Fahrradstraße vorgeschlagen. Sie hat angekündigt, die Fahrbahnmarkierungen mit einer langlebigen Variante zu erneuern und zusätzliche öffentliche Stellplätze zu markieren und in das Gesamtkonzept zu integrieren. Fahrradstraßen stellten heutzutage ein wichtiges infrastrukturelles Element der Verkehrsplanung zur Radverkehrsförderung dar und würden in vielen Kommunen erfolgreich eingesetzt. 

Doch die Politik hat anders entschieden.
Denkbar knapp, mit 9 zu 8 Stimmen, haben CDU, FDP/Tierschutz und AfD im Mobilitätsausschuss gegen den Vorschlag der CDU-geführten Stadtverwaltung gestimmt – zum Ärger der SPD, die den Vorschlag für die Unterfeldhauser Fahrradstraße ursprünglich aufgebracht hatte. 
Die Entscheidung, die Fahrradstraße am Millrather Weg nach kurzer Zeit wieder zurückzubauen, sorgt auch beim ADFC für Unmut. „In der Fahrradstraße ist jetzt der Verkehrsfluss und die Parksituation geregelt. Es gibt ein entspanntes Miteinander. Warum man das jetzt wieder zurücknimmt, ist sehr unverständlich“, heißt es in einer ADFC-Stellungnahme. Der Millrather Weg verbinde die Ortsteile Hochdahl, Unterfeldhaus und Düsseldorf-Unterbach mit ihren Einkaufzentren. Menschen stiegen dann aufs Rad, wenn ihnen sichere, gut ausgebaute und gut gewartete Wege zur Verfügung stünden.
Ein Rückbau der Fahrradstraße wäre „verkehrspolitisch rückwärtsgewandt“. Es werde aber eine Stärkung des Radverkehrs gebraucht, als wichtiger Baustein einer modernen und nachhaltigen Mobilität. Der ADFC appelliert daher an die Ratsmitglieder, den ursprünglichen Antrag der Stadtverwaltung auf dauerhafte Einrichtung der Fahrradstraße zu unterstützen.

WZ 10.12 25 Cordula Hupfer

Warum steht sich Friedrich Merz selbst im Weg?

Die Krise der deutschen Automobilwirtschaft ist offensichtlich. Sie hat viel zu lange die Elektromobilität verschlafen. Und damit der Konkurrenz von Tesla und China die Zukunft leichtfertig überlassen. Erst heute sagen auch deutsche Automanager uneingeschränkt: „Die Zukunft fährt elektrisch.“

Immerhin hat die Europäische Union schon vor Jahren beschlossen, dass ab 2035 keine Verbrenner- oder Diesel-Autos mehr zugelassen werden. Auch Bundeskanzler Merz schreibt jetzt in einem Brief an die EU-Chefin Ursula von der Leyen wörtlich: „Die Elektromobilität ist die zentrale Zukunftstechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität.“ So weit, so gut. Nur: Wie ernst meint Merz diesen Satz selbst?

Im selben Brief an die EU-Kommissarin verlangt der Kanzler zugleich das genaue Gegenteil, nämlich: Die EU möge das Verbrenner-Aus im Jahr 2035 überdenken und aufweichen. Zugleich verlangt er „mehr Flexibilität und Technologieoffenheit“.

Wörtlich schreibt der Bundeskanzler: „Zum einen sollten nach 2035 neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen auch weiterhin Autos, die einen doppelten Antrieb haben, bestehend aus Batterieantrieb und Verbrenner, neu zugelassen werden, sofern die verbleibenden Emissionen im Automobil- und Kraftstoffsektor ausgeglichen werden.“ Womit ausgeglichen, lässt er offen.  Zudem müssten auch nach 2035 ergänzende Übergangstechnologien wie Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, Elektrofahrzeuge mit Range-Extender und „hocheffiziente Verbrenner“ zugelassen werden.

Lieber Friedrich Merz: Mit diesen Widersprüchen schaffen Sie keinen “Herbst der Reformen“, sondern weitere Jahre der Unsicherheiten für die deutsche und europäische Autoindustrie. Sie schaden mit diesem Zick-Zack-Kurs den Autobauern, gefährden deren Jobs und setzen die deutschen Klimaziele aufs Spiel.  Warum, Herr Merz, stehen Sie sich wieder einmal selbst im Weg?

Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: „Unter dem Deckmantel der Wettbewerbsfähigkeit schießt er so den Klimaschutz in der EU sturmreif.“

Die hiesige Autoindustrie hat die Zukunft des Autos lange genug verschlafen. Mit dem Ergebnis, dass jetzt Millionen Jobs in Frage stehen. Aber genau in diesem Augenblick, wo dieser wichtige Industriezweig am Aufwachen ist, schießt der deutsche Bundeskanzler quer und ein Eigentor. Die deutschen Autobauer sind doch exakt deshalb in der Krise, weil sie viel zu lange auf den „effizienten Verbrenner“ gesetzt haben, den Merz jetzt noch länger als bis 2035 bauen und fahren lassen will.

Der Bundeskanzler hat einmal geschworen, „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“. Doch genau diesen Schaden richtet er jetzt mit seiner vorgestrigen Autopolitik an. Paradoxerweise schreibt er auch noch selbst – man muss es wiederholen: „Die Elektromobilität ist die zentrale Zukunftstechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität.“

Friedrich Merz, hören Sie doch bitte endlich damit auf, uns das Märchen vom „hocheffizienten Verbrenner“ zu erzählen. Alle Fachleute erklären uns, dass die Verbrenner kaum noch effizienter werden können. Statt Nostalgie zu verbreiten sollten Sie endlich auf zukunftsfähige Politik setzen.  

Den „hocheffizienten Verbrenner“ wird es nie geben. Ein Liter Sprit verpestet ca. 10.000 Liter Luft. Verbrenner und Diesel verbrauchen seit mindestens 15 Jahren im Schnitt 7.4 Liter für 100 Kilometer. 

Quelle: Franz Alt 2025 06.12.2025

Ratingen-Lintorf

 

Das Seniorennetzwerk bietet Kurse an, in denen der Umgang mit Senioren erlernt werden kann

 

Das 2008 unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ gegründete Lintorfer Seniorennetzwerk bietet Unterstützung für Senioren und ihre Angehörigen an, wenn bei ihnen die ersten körperlichen oder geistigen Beschwerden auftreten und sie nicht mehr alle Situationen alleine meistern können.

Das Netzwerk ist ein Interessenverband der evangelischen Kirchengemeinde Lintorf-Angermund zusammen mit der Diakonie des Kirchenkreises und der Kaiserswerther Diakonie (Haus Salem), der durch ein gemeinsames Beratungs- und Informationsangebot das selbstständige Leben von älteren Menschen zu Hause fördert, wenn die Kräfte dann doch ein wenig nachlassen. Auch die Johanniter Unfallhilfe steht dabei beratend zur Seite.

Um über die Bedürfnisse auf dem Laufenden zu bleiben, tauschen sich die Netzwerkpartner regelmäßig mit dem Seniorenrat der Stadt aus. Für Betroffene und Angehörige wurden Begegnungsmöglichkeiten geschaffen wie die Begegnungsstätte „Aktivtreff 60 plus“ oder das Demenzcafé „Lintorfer Stube“, um sich untereinander auszutauschen und zusammenzuhalten.

Zur Arbeit des Netzwerkes gehören aber auch Qualifizierungsangebote. So gibt es Seniorenbegleitkurse, bei denen ehrenamtlich Tätige nicht nur den richtigen Umgang mit Senioren und dementen Menschen lernen, sondern auch, wo ihre persönlichen und fachlichen Grenzen liegen. Mehr Mobilität, mehr Lebensqualität, mehr Sicherheit und neue Sozialkontakte können eine positive Auswirkung der Seniorenbegleitung sein.

Nicht jede Person fühlt sich von vornherein den Ansprüchen als Seniorbegleiter gewachsen. Manche benötigen Hilfe, Unsicherheiten abzubauen oder einfach nur zusätzliche Informationen, Hilfen oder Anregungen.

Ab Ende Januar widmen sich die Teilnehmenden an sechs halben Tagen einigen Herausforderungen des Lebens im fortgeschrittenen Lebensalter und arbeiten sich in typische Umgangs- und Unterstützungsmöglichkeiten ein. Ergänzend werden Hospitationen oder auch Praktika in Senioren-Einrichtungen angeboten, um sich selbst Eindrücke zu verschaffen und die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen auszutesten, die man in diesem Bereich einbringen möchte.

Termine finden Mittwochs vom 28. Januar bis zum 4. März im alten Pfarrhaus neben der evangelischen Kirche am Konrad-Adenauer-Platz 11 in Lintorf statt. Um Anmeldung bis zum 12. Januar wird gebeten.

Quelle: WZ 11.12.25 Thea Weber