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Kreisgruppe Mettmann

Monheim am Rhein

Die Stadt kann keinen einzigen Bach, dafür aber den Rhein für sich beanspruchen. In Sichtweite des Chemparks Dormagen erstrecken sich einzigartige Auen- und Altrheinlandschaften. Die Stadt ist wohlhabend und kann sich Vieles leisten - ein gedankenloser Verbrauch von Grund und Boden sollte nicht dazu gehören.

Monheimer Uferschwalben sollen nach Hilden umgesiedelt werden

Uferschwalben am Kielsgraben in Monheim fliegen im Jahr 2018 ihre noch vorhandenen Höhlen  n Uferschwalben 2018 am_Kielsgraben  (Aus dem Video von Jörg Baade)

Schon vor mehr als 20 Jahren kämpfte der damalige BUND-Vorsitzende der Ortsgruppe Monheim Wilhelm Knebel  für den Erhalt des Geländes am Kielsgraben für den Natur- und Artenschutz. Das war auch in der genehmigten „Wiederherstellungsplanung“ nach erfolgreicher  Auskiesung so vorgesehen. 

Mittlerweile ist die Auskiesung beendet, und die Verfüllung des Geländes ist schon weit fortgeschritten. Diese seit einigen Jahren laufende Verfüllung wurde so vorgenommen, dass die Fläche nunmehr mehr den Bauplänen der Stadt Monheim entspricht. Die Stadt möchte dort nämlich  lieber in großem Umfang Sportstätten errichten, und dem Natur- und Artenschutz einen erheblich kleineren Raum geben als in der genehmigten Planung vorgesehen. Die ursprünglich vorgesehene Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Fläche soll entfallen, um in größerem Umfang Sportstätten bauen zu können.

Diesem Antrag hatten wir als Vertreter der o.g. Verbände in einer gemeinsamen Stellungnahme die Zustimmung verweigert und sollten von der neuen Planung „überzeugt“ werden. Das konnte nicht gelingen. Deshalb haben wir gemeinsam mit weiteren Naturschutzverbänden im März 2018 eine „Einstweilige Sicherstellung“ gem. § 48 Landesnaturschutzgesetz bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt. 

Zu einer Unterschutzstellung haben weder die Bezirksregierung Düsseldorf noch der Kreis Mettmann den Mut. Deshalb wurde im November 2018 verkündet, dass ein Ausweichquartier am Oerkhaussee in Hilden geschaffen würde. Das versucht man jetzt noch vor der Rückkehr der Uferschwalben hinzukriegen. Wir werden verfolgen, ob das gelingt. Sollte das nicht gelingen, muss trotzdem die Verfüllung noch gestoppt bzw. ausgesetzt werden.

Wie weiter am Kielsgraben?

Abgrabungsgelände "Am Kielsgraben" in Monheim am Rhein  (C. Roth)

Seit vielen Jahren wird am Kielsgraben zwischen Monheim und Baumberg auf etwa zehn Hektar Fläche eine Abgrabung betrieben. Das Werksgelände ist eingezäunt - ein Glückfall für seltene Vögel, die hier weitgehend ungestört brüten und rasten können. Bis Ende 2024 soll der Kiesabbau beendet und das Gelände wiederhergerichtet sein. Doch wie die Rekultivierung erfolgen soll, darüber gibt es mittlerweile unterschiedliche Vorstellungen. Die genehmigten Pläne aus dem Jahr 2002 tragen dem Umstand Rechnung, dass die Fläche der letzte verbliebene Korridor zwischen Rheinvorland und Knipprather Wald ist. Hat der Rhein Hochwasser, können Wildtiere über dieses Gebiet aus den Rheinauen ins Hinterland flüchten. Dazu soll das Grünband erhalten bleiben und ein ökologisch differenzierter Freiraum geschaffen werden.

Die Stadt möchte hier lieber Sportstätten sehen und verfolgt diese Pläne seit vielen Jahren mit einem Bebauungsplanverfahren. Die Kreisverwaltung Mettmann zeigt sich offen und ist bereit, den Natur- und Artenschutz für noch mehr Bebauung zu opfern.

Dagegen wendet sich der BUND und fordert, diese wichtige Fläche dauerhaft bebauungsfrei zu halten.

 

 

 

 

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