Kreisgruppe Mettmann
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Die nächste BUNDnessel Mon­tags-Sendung erklingt am Montag, 11.Oktober 2021 um 20.04 Uhr geht es um den Klimaschutz in der Bauleitplanung mit Petra Cremer, Leiterin des Stadtplanungsamtes, Ratingen

| BUNDnessel, OG Ratingen, OG Erkrath, OG Heiligenhaus, OG Haan, OG Hilden, OG Langenfeld, OG Mettmann, OG Monheim, OG Velbert, OG Wülfrath

In der Sendung geht es um den geht es vor allem um den Klimaschutz in der Bauleitplanung. Frau Petra Cremer, Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt RatingenSie wird in dieser Sendung zum Klimaschutz in der Bauleitplanung interviewt.

Ferner hören Sie Kurznachrichten zu 100 Prozent Ökostrom der Stadtwerke Ratingen, zur Hochbeetnutzung für jedermann, zur Bedeutung von Großküchen für die Klimawende und zu schärferen Grenzwerten für Luftschadstoffe. Weitere Kurznach­richten beschäftigen sich mit der Situation des CO2-Ausstoßes vor dem Klimagipfel in Glas­gow, mit einer Kombinationsförderung von Dachbepflanzung und Solarenergie­nutzung und mit der Zukunft der Wasserstoffnutzung im Flugverkehr. Der Verbrauchertipp fordert auf zum Beachten des Aushangs von Energiekosten bei Tankstellen. en unseren Interviewpartner*innen

Naturstrom für alle

Ab Oktober beliefern die Stadtwerke Ratingen ihre Haushalts- und Gewerbekunden automatisch mit 100 Prozent Naturstrom. Der Ökostrom ist vom TÜV Nord als Strom aus erneuerbaren Energie zertifiziert. Den Kundinnen und Kunden entstehen dadurch keine Mehrkosten. Kundinnen und Kunden, die bisher einen Aufschlag für Ökostrom gezahlt haben,

Klimaziel weit verfehlt

Die Staaten haben im Pariser Klimavertrag zugesagt, die Zunahme der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Prozent, möglichst auf 1,5 Grad, zu beschränken. Im Vorfeld der Klimakon­fe­renz von Glasgow im Oktober hat das UN-Klimasekretariat ermittelt, dass nach den aktuel­len Verpflichtungen der einzelnen Länder der Globus auf eine Erwärmung von 2,7 Grad zusteuert. Nach dem derzeitigen Stand würde im Jahre 2030 doppelt so viel CO2 ausgestoßen werden wie für das 1,5 Grad Ziel erforderlich wäre.

Klima- und Ernährungswende durch Mensen und Kantinen

Vom kommenden Wintersemester an sollen in Berliner Mensen mindestens zwei Drittel der angebotenen Gerichte vegan sein. Fleisch- und Fischgerichte sollen jeweils nur noch 2 Prozent des Speiseplans ausmachen. In großen psychiatrischen Fachkrankhäusern in Münster und Lengerich wurde der Fleischkonsum verkleinert, durch Ausgabe zweier kleinerer Würst­chen statt einer großen Wurst und von geschnittenem Fleisch statt eines ganzen Stückes.

Hochbeet Nachbarschaft

20.000 Euro hat der Rat der Stadt Ratingen für das Förderprogramm Essbare Stadt –HochbeetNachbarschaft bereitgestellt. Gesucht wurden Paten, die bereit waren, ein Hochbeet auf ihrem Grundstück aufzustellen. Das Hochbeet wurde mit Obst, Gemüse oder Kräutern bepflanzt. Voraussetzung für den Zuschlag war, dass alle Personen zum Naschen vorbei­kommen konnten und das Hochbeet von Straße oder Gehweg gut einsehbar ist. Die Aktion hat so viel Anklang gefunden, dass für dieses Jahr alle Patenschaften vergeben sind. Im nächsten Jahr wird das Förderprogramm erneut aufgelegt werden.

Zu viel schlechte Luft

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit jedes Jahr 7 Millionen Menschen durch Stickoxide und andere Luftschadstoffe vorzeitig sterben. In Deutschland gehen Schätzungen von bis zu 125.000 Opfern aus. Um dem entgegen zu wirken, hat die WHO im Jahre 2005 Grenzwerte vorgeschlagen. Diese wurden zum Teil auch von den Gesundheitsbehörden etwa in der Europäischen Union und den USA übernommen. In der Realität werden diese Grenzwerte aber oft nicht eingehalten. Nun empfiehlt die WHO als Folgerung aus einer neuen Studie teilweise eine deutliche Verschärfung der Grenzwerte.

UN prangern verfehlte Agrarpolitik an

Heftige Kritik am derzeitigen globalen Landwirtschaftssystem übt ein gerade erst erschiene­ner UN – Report. Der Studie nach sind 87 Prozent der Hilfen wettbewerbsverzerrend. Sie schaden der Umwelt und gehen zu Lasten kleinerer Produzentinnen und Produzenten. Die bisherige Subventionspraxis führe dazu, dass sich immer mehr ökologisch nachteilige Monokulturen weniger lukrativer Sorten auf den Äckern breit machen. Folgen seien der Rückgang der Artenvielfalt und die Verödung der Landschaft.

Photovoltaikanlagen auf Gründächern

Haben Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, schon von Dächern im Kreis Mettmann gehört, auf denen gleichzeitig Dachbegrünung und Photovoltaik stattfindet? Wahrscheinlich nicht. Denn es gibt in Deutschland praktisch keine Förderung für eine derartige Kombination. Nur in Ham­burg oder Hannover gibt es Ansätze einer derartigen Förderung. Anders in Wien. Mit bis zu 400 Euro pro Kilowatt Solarkapazität unterstützt die Wiener Stadtregierung die Installation von Photovoltaikanlagen auf Gründächern. Wenn die Solarmodule geschickt als Überdachung wie eine Art Pergola angebracht werden, kann die Dachbegrünung sogar den Wirkungsgrad der Photovoltaikmodule um mehrere Prozent steigern.

Wasserstoff für Flugzeuge und Schiffe

Fragt man, wie der Luft- und Schiffsverkehr klimafreundlicher werden kann, fällt das Stichwort Wasserstoff. Denn ein Direktantrieb von großen Passagierflugzeugen mit elektrischer Energie ist derzeit nicht vorstellbar. Doch es gibt erhebliche Probleme bei der Nutzung von Wasserstoff. Die Gewinnung von Kraftstoff aus Wasserstroff ist ganz erheblich teurer als die Nutzung von Superbenzin und von Erdgas. Denn die Herstellung von nach­haltigem Kraftstoff ist sehr aufwendig.

Klimaschutz - Sofortprogramm für die nächste Bundesregierung

3 Denkfabriken fordern für die nächste Bundesregierung das ehrgeizigste Klimaschutz – Sofortprogramm, das es in Deutschland je gegeben hat. Ihr Sofortprogramm enthält 22 Eckpunkte für fünf Schlüsselsektoren. Einige Beispiele: Im Energiesektor soll der jährliche Ökostromausbau verdreifacht werden und der Kohleausstieg schon bis zum Jahre 2030 erfolgen. Im Verkehrsbereich orientiert sich die Kfz-Steuer nur noch am CO2 Ausstoß und die Dieselprivilegierung wird abgeschafft.

Verbraucherinformation an der Tankstelle

Wenn Sie, liebe Hörerin und lieber Hörer, eine größere Tankstelle mit mindestens 7 Mehrfachzapfstellen ansteuern, achten Sie auf den dort hängenden Aushang. Seit 1 Oktober müssen die Tankstellen einen Energiekostenvergleich aufzeigen. Dreizehn Zahlen auf einem gelborgangenen Aushang zeigen die Kosten für 100 Kilometer für 7 verschiedenen Energie­träger – von Strom über Wasserstoff bis Superbenzin - und für 2 Fahrzeuggrößen.

Die nächste Montags-BUNDnessel erklingt am Montag, 8. November um 20.04 Uhr. Es geht um die zukünftigen Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung. Weitere Informa­tionen gibt es unter https://www.bund-kreis-mettmann.de

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Termindetails

Startdatum:

11. Oktober 2021

Enddatum:

11. November 2021

Uhrzeit:

Montag 20.04 Uhr

Ort:

Radio Neandertal (96,7 MHz)

Bundesland:

Nordrhein-Westfalen