Liebe Hörerinnen und Hörer, Sie hören die Bundnessel, die Sendung der Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) auf Radio Neandertal.
Die BUNDnessel gibt es zweimal im Monat: Jeden ersten Sonntag um 19 Uhr und jeden zweiten Montag im Monat, dann um 20 Uhr.
Liebe Hörerinnen und Hörer!
In Hilden wird kein Kupfer geklaut, in Monheim gibt es neue Regeln für Elterntaxis, im Ratingen baut man Spielplätze und in Mettmann geht es um den Haushalt.
Der Nahverkehr leidet unter den Spritpreisen, Das Gebäudemodernisierungsgesetz ist eine Katastrophe und es gibt Kritik an der Geschäftspolitik von BMW.
Unsere Beiträge können Sie im Internet auf unserer Homepage nachlesen unter:
BUND-kreis-mettmann.de
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Wir wünschen viel Vergnügen.
Das war die BUNDnessel, die Sendung der Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz auf Radio Neandertal. Morgen am 8. Juni gibt es um 20 Uhr die nächste BUNDnessel.
Wenn Sie noch Informationen brauchen, sehen sie auf unserer Homepage nach. Die Artikel sind mit Quellen im Internet abrufbar. Klicken Sie an, informieren Sie sich, und sagen Sie uns Ihre Meinung unter:
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Im Studio waren Christa Simon, Erik Klein und Volker Förster. Für die Musik der heutigen Sendung bedanken wir uns bei DJ Teddy aus Erkrath.
Mein Name ist Götz-Reinhardt Lederer
Wir wünschen einen guten Abend!
Die finanzielle Situation Mettmanns ist sehr bedrohlich
Gut 40 Personen waren zur Bürgerinformationsveranstaltung gekommen, zu der Bürgermeister André Bär ins Rathaus eingeladen hatte. Zusammen mit Kämmerin Veronika Traumann und den Beigeordneten Marko Sucic und Tobias Janseps beleuchtete er die wichtigsten Eckpunkte des Haushaltsplans 2026 und machte deutlich, wofür Mittel eingeplant sind und welche Prioritäten gesetzt werden. Dazu zählen Investitionen in die Infrastruktur, die Bildung und die Sicherheit.
Nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in den Folgejahren, so Bär und Traumann, werden keine positiven Zahlen am Jahresende geschrieben. In diesem Jahr rechnet die Kämmerin mit einem Jahresdefizit von 19,5 Millionen Euro.
Da die Finanzsituation auch in den Folgejahren angespannt bleibe, habe die Stadt ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept aufgelegt, das aufzeige, wie in zehn Jahren ein ausgeglichener Haushalt dargestellt werden kann. Bürgermeister Bär: „Ziel aller Bemühungen muss es sein, die Handlungsfähigkeit sicher zu stellen“.
Die freiwilligen Leistungen der Stadt auf Null zu setzen, würde nur eine minimale Verbesserung für den Haushalt bedeuten, führte der Bürgermeister auf Nachfrage aus. Selbst wenn Naturfreibad, Musikschule und Stadtbibliothek aufgegeben würden, reichten die eingesparten zwei bis drei Millionen Euro nicht aus, um das zweistellige Haushaltsloch zu stopfen.
Die finanzielle Situation Mettmanns sei sehr bedrohlich, betonten Bürgermeister Bär und Kämmerin Traumann, weshalb nur eine Reform der Kommunalfinanzen Mettmann sowie viele andere Städte in NRW helfen könne. „Wir fühlen uns von Land und Bund im Stich gelassen“, sagte Bürgermeister Bär, „weil uns Land und Bund Aufgaben übertragen haben, ohne für eine ausreichende Finanzierung dieser Aufgaben zu sorgen.“ Stattdessen müsse die Stadt den größten Teil dieser Kosten selber tragen: in diesem Jahr seien es rund 49 Millionen Euro. Ohne diese Kosten würde die Stadt Millionen-Gewinne erwirtschaften, betonte Bär.
Warum der Bürgermeister dann so leise sei und nicht laut protestierte, wollte ein Bürger wissen. „Wir sind nicht leise. Ich habe und werde das Thema immer wieder ansprechen. Neulich haben wir es damit sogar bis in die Tagesschau geschafft.
Auf die Frage, warum im Haushaltssicherungskonzept nicht alle Maßnahmen mit Zahlen hinterlegt seien, entgegnete Bürgermeister Bär, dass dafür noch genaue Prüfungen durchgeführt werden müssten, um so eine reelle Zahl zu bekommen. „Ich schieße hier keine Zahlen aus der Hüfte.“Darüber hinaus haben Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 17. Mai die Möglichkeit, sich mit eigenen Vorschlägen am Haushaltssicherungskonzept der Stadt zu beteiligen. Sowohl Ertragssteigerungen als auch Ausgabensenkungen können zur Verbesserung der finanziellen Situation beitragen.
Informationen zum Haushaltsplanentwurf und zum Haushaltssicherungskonzept gibt es auf der städtischen Homepage.
TME 11. Mai 2026 Thomas Reuter
BUND zum Gebäudemodernisierungsgesetz: Klimapolitischer Tiefpunkt, Triumph für die Gas-Lobby |
Zum Kabinettsbeschluss des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz markiert einen Tiefpunkt in der bundesdeutschen Klimapolitik und treibt die Heizkosten in die Höhe. Klimaschädliche Gas- und Ölheizungen sollen weiter eingebaut und sogar über 2045 hinaus betrieben werden dürfen. Auch mehr Effizienz im Gebäudebereich wird weiter verschleppt. Die nötige weitreichende Modernisierung von Gebäuden findet so nicht statt. Wir appellieren an die Abgeordneten des Bundestages, diesen fossilen Rollback zu stoppen und eine soziale Sanierungsoffensive für Gebäude auf den Weg zu bringen. Die geplante Beimischung von vermeintlich ‚grünen Brennstoffen‘ wie Biomethan ist eine teure Mogelpackung. Diese sind weder klimaneutral noch in ausreichendem Maß nachhaltig verfügbar. Der Schutz von Mieter*innen vor den massiven Kostenrisiken dieser Regelung ist nicht gewährleistet. Mit dem Gesetz schlägt die Regierung einen fossilen Irrweg zugunsten der Gaslobby ein. Dabei ist klar: Deutschland muss auf ökologischen Modernisierungskurs. Nur mit Erneuerbaren, Energieeffizienz und einem sparsamen Umgang mit Ressourcen wird das Land krisenfest.“ Mit den geplanten Änderungen im neuen GMG, werden aus Sicht des BUND die zentralen ordnungsrechtlichen Vorgaben der Wärmewende abgeschafft. Besonders kritisch sind dabei die Abschaffung der 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen, die Öffnung für fossile Heizsysteme sowie das Fehlen eines klaren gesetzlichen Pfads zur Umsetzung der Klimaneutralität bis 2045. Studien (unter anderem vom Öko-Institut) zeigen bereits, dass die ohnehin bestehende Klimaschutzlücke im Gebäudesektor dadurch absehbar noch größer wird. Zugleich warnt der BUND vor zusätzlichen ökologischen und sozialen Risiken durch die geplante stärkere Nutzung beziehungsweise Beimischung sogenannter „grüner“ Brennstoffe. Insbesondere im vermieteten Gebäudebestand fehlt es weiterhin an ausreichenden Schutzmechanismen gegen hohe Kosten und es bestehen Fehlanreize zulasten von Mieter*innen. Zwar ist grundsätzlich zu begrüßen, dass zusätzliche Kosten aus der sogenannten Bio-Treppe sowie steigende Netzentgelte und CO2-Kosten nicht vollständig auf Mieter*innen abgewälzt werden sollen. Die Regelung bleibt jedoch mangelhaft, weil nur 50 Prozent der Kosten von den Vermietenden übernommen werden sollen So landet ein zu großer Teil der Mehrkosten bei den Mietenden – obwohl diese in der Regel keinen Einfluss auf die Wahl des Heizsystems haben. Der BUND fordert stattdessen eine konsequente Priorisierung effizienter und klimaneutraler Lösungen wie Wärmepumpen und Wärmenetze. Der Einsatz von Wasserstoff und Biomasse im Gebäudebereich muss auf eng begrenzte Anwendungsfälle beschränkt bleiben. Fast 30.000 Menschen richteten gemeinsam mit dem BUND einen Eil-Appell die zuständigen Bundesminister*innen. Sie forderten, das Geschenk an die Gaslobby zu stoppen und klimafreundliches und bezahlbares Heizen zu ermöglichen. Quelle: BUND |
Hohe Spritpreise belasten ÖPNV und Deutschlandticket
Nahverkehr rollt auf finanziellen Kollaps zu
Die Spritpreiskrise trifft inzwischen mit Wucht den ÖPNV – und setzt damit ausgerechnet das Deutschlandticket unter Druck. Das geht aus einer „Dieselpreis-Umfrage“ des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hervor, die unserer Redaktion vorliegt.
Die gestiegenen Preise wirken laut Umfrage bereits breit in die Branche hinein: 90 Prozent der 134 befragten Unternehmen spüren deutliche Auswirkungen auf die Betriebskosten. 52 Prozent sehen unter den aktuellen Kostenbedingungen keine Angebotsausweitung mehr als möglich an. 83 Prozent halten die geplanten Kraftstoffpreis-Entlastungen der Bundesregierung für nicht ausreichend. „Im Schnitt sind die monatlichen Kosten für Diesel bei den befragten Verkehrsunternehmen um 27 Prozent gestiegen“, heißt es in der Umfrage.
Auch der Tankrabatt kommt demnach bei der Branche nicht vollständig an. Während Autofahrer durch die Senkung der Mineralölsteuer für zwei Monate brutto 17 Cent weniger zahlen für den Liter Sprit, beträgt der Abschlag brutto für den ÖPNV bei Dieselkraftstoffen nur 11 Cent pro Liter. Die Ungleichbehandlung ergibt sich daraus, dass die Koalition die Energiesteuer für Diesel nicht unter den europäischen Mindestsatz senken darf – deshalb fällt die Entlastung im ÖPNV geringer aus.
VDV-Geschäftsführer Alexander Möller sieht nun auch Folgen für das bundesweit gültige Deutschlandticket. Zwar bleibe der Fahrschein mindestens bis 2030 erhalten. „Wir müssen aber aufpassen, dass wir nicht einerseits ein Deutschlandticket haben, aber andererseits kein ÖPNV-Angebot mehr, das für die Menschen gut genug ist, um das Ticket zu wollen und zu nutzen.“ Denn die Verkehrsleistung werde wegen explodierender Preise weiter zurückgehen. „Das gilt für den regionalen Zugverkehr und auch für die Verkehre in den Städten und im ländlichen Raum.“ Deshalb drohe „die Attraktivität des Deutschlandtickets dauerhaft abzunehmen“, so Möller. „Nicht wegen des Preises, sondern wegen des schlechter werdenden ÖPNV-Angebots.“
Vom VDV heißt es: Der explodierende Dieselpreis ohne Ausgleichsmaßnahmen greife das System ÖPNV insgesamt an. „Bislang konnte die Branche viele Kostensteigerungen wegdrücken, ohne große Auswirkungen für die Fahrgäste. Jetzt geht das nicht mehr“, so Möller. Bund und Länder stünden daher nun in der Verantwortung, einen Kollaps zu verhindern.
Quelle: WZ Hagen Strauß
Kampf gegen Kabelklau an Ladesäulen
Hilden/Haan
Das Bild ist immer wieder das Gleiche: neue Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge, aus denen nur noch die Kabelstummel herausschauen – zuletzt gesehen in Haan vor etwas mehr als einer Woche.
Die Haaner Stadtwerke schätzten den Schaden auf rund 7000 Euro. In dieser Summe seien neben den reinen Materialkosten auch Aufwendungen für Montage, Wiederinbetriebnahme sowie gesetzlich vorgeschriebene Eichungen enthalten, hieß es. Peter Roth, Leiter Projektsteuerung der Stadtwerke, brachte das Dilemma auf den Punkt: „Wir investieren kontinuierlich in den Ausbau der Elektromobilität“, sagte er: „Ein solcher Diebstahl wirft uns dabei unnötig zurück.“
Haan ist kein Einzelfall, was den Kabelklau beim E-Auto-Laden betrifft: Die Stadtwerke Düsseldorf beispielsweise waren binnen weniger Wochen sogar an 16 Ladesäulen im Stadtgebiet betroffen. Gesamtschaden: mehr als 200.000 Euro.
„Der Diebstahl von Ladekabeln an Elektro-Schnellladesäulen ist ein zunehmendes Problem geworden“, sagt auch der ADAC Nordrhein. Die Diebe haben es auf den Rohstoff Kupfer abgesehen. „Der wirtschaftliche Schaden für die Betreiber und auch die Nutzungseinbußen für E-Auto-Fahrer sind enorm“, bestätigt Thomas Müther, Pressespreche des Automobilclubs, auf Anfrage der Redaktion.
Müther nennt verschiedene Lösungsansätze für den Diebstahlschutz: „Das reicht von einfachen Varianten mit GPS-Tracker über Videoüberwachung, Farbpatronen in der Kabelhülle, bis hin zu einer besseren Ummantelung, die das Durchschneiden des Kabels extrem erschwert.“
Der auch für Hilden und Haan zuständige Stromversorger „Westenergie“ bestätigt auf Anfrage ebenfalls, Schäden durch Kupferdiebe an den eigenen Ladesäulen verzeichnet zu haben, ohne dabei Zahlen zu nennen.
Roland Schüren ist E-Auto-Pionier der ersten Stunde. Der Bäckerei-Unternehmer hat den größten Schnellladepark Europas im Autobahnkreuz Hilden gebaut und kombiniert dort eine Cafeteria-Bäckerei mit zahlreichen Ladepunkten. Schüren bestätigt einerseits, dass die Beschädigungen durch Kupferdiebe für viele Anbieter ein echtes Ärgernis darstellen können. Gleichzeitig verweist er nicht ohne Stolz darauf, dass sein Ladepark bislang von Diebstählen dieser Art verschont geblieben ist. Er hat auch eine Vermutung, warum das so ist: „Der Park schützt sich gewissermaßen selbst“, sagt Schüren.
„Lademöglichkeit rund um die Uhr, dazu der Cafeteria- und Bäckereibetrieb – „es gibt eigentlich kaum eine Zeit, wo man wirklich allein auf dem Gelände wäre.“ Und wenn doch, könne jeden Moment wieder jemand auftauchen. Außerdem gibt es immer mal wieder Wohnmobil-Fahrer, die auf dem Gelände über Nacht bleiben und dennoch „die Augen offenhalten“: „Glauben Sie mir“,. sagt Roland Schüren: „Das ist der beste Diebstahlschutz.“
Quelle: WZ Peter Clement
BMW Hauptversammlung: Privatisierte Profite, subventionierte Antriebsexperimente BUND und Dachverband der Kritischen Aktionäre zeigen Verbesserungspotential für Konzernkurs auf
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Im Vorfeld der morgigen virtuellen Hauptversammlung der BMW Group kritisieren der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre eine zu hoch angesetzte Dividende und mahnen Änderungen bei Modellpolitik und Rohstoffbeschaffung an. Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND und Vorstandsmitglied des Dachverbands: „Dass die Dividende steigt, während der Gewinn sinkt, ist in Zeiten notwendiger Investitionen in den Konzernumbau nicht nachvollziehbar. Schon gar nicht, wenn gleichzeitig 270 Millionen Euro Steuergeld fließen, um wiederholt zu versuchen, Brennstoffzellen-Pkw zur Serienreife zu führen. Privatisierte Profite, subventionierte Antriebsexperimente hinterlassen einen faden Beigeschmack. Statt hoher Dividende sollte der Konzern aus sich heraus solche Investitionen tätigen, statt die Steuerzahlenden dafür aufkommen zu lassen.“ Die Brennstoffzelle hat aus Sicht des BUND und der kritischen Aktionäre keine Zukunft im Pkw, sondern ist aufgrund physikalischer und ökonomischer Hürden ein ineffizienter Umweg. Wasserstoff hat im Vergleich zur direkten Stromnutzung eine deutlich schlechtere Energieeffizienz, der Transport ist aufwendig und das Tankstellennetz schrumpft stetig, auf aktuell nur rund 50 im gesamten Bundesgebiet. Neben einer in Teilen fragwürdigen Antriebsstrategie verstolpert BMW die Markteinführung ihres Prestigeprojekt iX3 „Neue Klasse“. Hilgenberg: „BMW kann die Nachfrage beim vollelektrischen iX3 nicht bedienen, die Lieferzeiten sind extrem lang. Hier wurde offenbar falsch kalkuliert. Es zeigt sich: Insbesondere die Geschäftskunden sind willens, auf reine E-Fahrzeuge umzusteigen, wenn die Angebote stimmen. Leider fehlt noch immer ein kleines, elektrisches Einstiegsmodell ‚made in EU‘.“ Rund 80 Prozent der von BMW in 2025 verkauften Pkw hatten noch einen Verbrennungsmotor. Hier braucht es mehr Tempo bei der Umstellung der Produktion auf reine E-Fahrzeuge. Dabei muss auch der eingeschlagene Weg bei Recycling und Rohstoffbeschaffung konsequenter gegangen werden. Markus Dufner, Geschäftsführer beim Dachverband der Kritischen Aktionäre sagt mit Blick auf von BMW weiterhin verwendeten Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo: „Ein wesentlicher Grund, warum wir dem Vorstand der BMW Group die Entlastung verweigern, ist das mangelhafte Risikomanagement in der Rohstofflieferkette. Kobalt ist eine Schlüsselkomponente für die von BMW verwendeten Hochvoltspeicher. Die Demokratische Republik Kongo liefert rund 70 Prozent des weltweiten Kobalts, ist jedoch gleichzeitig Schauplatz schwerster Menschenrechtsverletzungen, darunter ausbeuterische Kinderarbeit und lebensgefährliche Arbeitsbedingungen im industriellen wie im kleingewerblichen Bergbau.“ |
Quelle: BUND
Hauptversammlung Mercedes-Benz Group: BUND und Kritische Aktionäre fordern Investitionen statt hohe Dividende – Autokonzern muss bei E-Auto-Anteil aufholen Kritik an hoher Dividende und Mittelabfluss Mehr Investitionen in Klimaschutz und Elektromobilität nötig Mercedes-Benz hinkt bei Anteil der E-Autos hinterher |
Im Rahmen der virtuellen Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group kritisieren der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die hohe Dividende und den damit verbundenen Mittelabfluss sowie zu geringe E-Auto-Anteile. Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND und Vorstandsmitglied des Dachverbands, macht deutlich, dass jeder Euro, der statt in Klimaschutz-Investitionen in hohe Dividenden fließt, den Konzern schwächt: „Absatzkrise, Gewinnrückgang und sinkende Rentabilität fordern dringend einen Kurswechsel vom Vorstand. Investitionen in Klimaschutz und E-Mobilität sichern Arbeitsplätze und den Standort Deutschland.“ In Zeiten, in denen der Konzern einen harten Sparkurs mit massivem Stellenabbau umsetzt und beim sogenannten Verbrenner-Aus lautstark Zugeständnisse der Politik einfordert, ist es nach Auffassung beider Organisationen schlichtweg falsch, eine der höchsten Dividenden der letzten 20 Jahre auszuzahlen. Hilgenberg: „In den vergangenen vier Jahren hat das Unternehmen insgesamt 27,8 Milliarden Euro über Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeschüttet – mehr als jeder andere deutsche Automobilhersteller. Statt auf diese Weise viele Milliarden Euro nach China und Kuwait abfließen zu lassen, muss der Konzern in die eigene Zukunft investieren.“ Wie dringend beim Umbau des Konzerns mehr Tempo erforderlich ist, zeigen aktuelle Zahlen. So lag der Anteil von reinen E-Autos bei Mercedes-Benz Cars 2025 bei lediglich 9,37 Prozent und damit merklich unter dem von 2023 mit 11,77 Prozent. Folgerichtig stieg auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Pkw von 103 g/km CO2 in 2024 auf 106 g/km CO2 in 2025. Hilgenberg weiter: „Während die Nachfrage nach E-Autos und damit die Verkäufe der Hersteller weltweit steigen, kann Mercedes-Benz diesen Trend bislang nicht nutzen. Mehr als 90 Prozent der 2025 von Mercedes-Benz verkauften Pkw hatten noch einen Verbrennungsmotor. Das ist mehr als entäuschend für einen Konzern, der bis 2024 die „electric only“-Strategie verfolgte.“BUND und Kritische Aktionäre kritisieren seit langem eine falsche Flottenstrategie des Konzerns. Mit Blick auf die aktuelle Modellpalette erklärt Hilgenberg: „Viel zu spät wird jetzt eine rein elektrische Nachfolge für die A-Klasse als erschwingliches Einstiegsmodell angekündigt. Es wird sich zeigen, ob die überfällige Abkehr von der Luxus-Strategie und neue Modelle wie der elektrische CLA dafür sorgen können, dass Mercedes-Benz für das faktische Ende des Verkaufs neuer Pkw mit Verbrennungsmotor in der EU 2035 gerüstet ist. Denn das ist nach wie vor geltende Rechtsgrundlage und darauf muss sich die Strategie des Konzerns ausrichten.“ Quelle: BUND Bundesverband
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Monheim: An Elternhaltestellen gelten neue Regeln
Um den vorhandenen Parkraum effizienter zu nutzen, passt die Stadt Monheim am Rhein die Nutzung der Elternhaltestellen an den Schulen an. In Zukunft gilt an vielen Elternhaltestellen eine zeitliche Begrenzung. Das eingeschränkte Haltverbot besteht also nur noch während der schulischen Bring- und Abholzeiten. Außerhalb dieser festgelegten Zeiträume können die Flächen regulär zum Parken genutzt werden.
„Ich bin eine totale Befürworterin der Elternhaltestellen“, sagt Bürgermeisterin Sonja Wienecke. „Aber warum, sollen Anwohnende und Besucherinnen und Besucher nicht außerhalb der Schulzeiten auch dort parken dürfen?“ Mit der Freigabe kann eine Auslastung der vorhandenen Parkflächen erreicht werden. Die Parksituation für Anwohnende wird sich spürbar verbessern. Zuvor wurden alle Schulen eingebunden und die jeweiligen Zeiten individuell abgestimmt.
Wichtig ist jedoch: Diese Regelung gilt nicht für alle Standorte. An Elternhaltestellen, an denen bereits zuvor aus verkehrlichen oder sicherheitsrelevanten Gründen ein Haltverbot bestand oder die grundsätzlich nicht zum Parken geeignet sind, bleibt das eingeschränkte Haltverbot weiterhin bestehen. Maßgeblich sind immer die Verkehrszeichen vor Ort.
Um sicherzustellen, dass die Elternhaltestellen während der Bringzeiten tatsächlich zur Verfügung stehen, beginnen die eingeschränkten Haltverbote bewusst etwas früher als der morgendliche Schulverkehr. So kann das Ordnungsamt bei Verstößen konsequent handeln – bis hin zum Abschleppen von Fahrzeugen.
Zu Unterrichtsbeginn und -ende kommt es im direkten Umfeld vieler Schulen zu einem hohen Verkehrsaufkommen. Insbesondere durch sogenannte Elterntaxis, also Eltern, die ihre Kinder bis zur Eingangstür der Schule fahren, entstehen häufig unübersichtliche und gefährliche Situationen. Haltende und rangierende Fahrzeuge beeinträchtigen Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, und erhöhen das Unfallrisiko. Auch riskante Wendemanöver und kurzfristiges Halten direkt vor den Schuleingängen verschärfen die Lage zusätzlich.
Eltern, die die eingerichteten Elternhaltestellen nutzen, leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung dieser Situation. Sie verlagern den Hol- und Bringverkehr gezielt aus dem unmittelbaren Schuleingang heraus und sorgen so für mehr Übersicht und Sicherheit im Schulumfeld. Die Wege zwischen Elternhaltestellen und Schulen wurden im Rahmen des Schulwegsicherheitskonzepts überprüft und so optimiert, dass sie sicher nutzbar sind. Die Einhaltung der Regelungen wird verstärkt kontrolliert.
Die Einrichtung der Elternhaltestellen ist Teil eines umfassenden Schulwegsicherheitskonzepts. In diesen Prozess wurden sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern aktiv einbezogen. Anregungen und Hinweise aus der Bevölkerung sind weiterhin willkommen und können direkt an die zuständige Ansprechpartnerin Lisa Zibull gerichtet werden. Ziel bleibt es, die Schulwege sicherer zu gestalten – für alle Kinder und im Interesse der gesamten Stadtgesellschaft.
Quelle: Stadt Monheim 04.05.2026 (jm)
Ratingen baut weitere Spielplätze
Kinder und deren Eltern können sich freuen. Denn die Stadt denkt verstärkt an den Nachwuchs. Der Rat brachte jetzt den Spielplatzausbau für die Jahre 2026 bis 2030 auf den Weg. Das Programm umfasst 45 Maßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 2,7 Millionen Euro. Unter diversen kleineren Maßnahmen, die etwa nur den Austausch einzelner Spielgeräte vorsehen, gibt es auch mehrere Neubauprojekte, bei denen Spielplätze vollkommen neugestaltet werden. Nach dem bewährten Ratinger Beteiligungsmodell dürfen die Kinder und Jugendlichen, die die neuen Spielplätze nutzen sollen, schon bei der Planung mitreden.
Bürgermeister Patrick Anders hat unlängst den neuen Spielplatz am Efeuweg eröffnet. Spielen können die Kinder dort schon seit einigen Wochen. Gleich nach der Eröffnungsansprache des Bürgermeisters nahmen die jungen Besucher die neuen Spielgeräte ganz genau unter die Lupe und erkundeten den Spielplatz mit großer Begeisterung. Die modernisierte Anlage ersetzt einen in die Jahre gekommenen Spielplatz und wurde durch das Grünflächen- und Umweltamt zu einer inklusiven Spiel- und Erlebniswelt umgestaltet.
„Der toll gestaltete Spielplatz am Efeuweg zeigt wieder einmal: Immer, wenn in Ratingen Kinder mitplanen und ihre Ideen einbringen, entsteht etwas Gutes“, sagte Anders.
Der inklusive Ansatz ermöglicht es Kindern und Menschen mit und ohne Einschränkungen, gemeinsam und ohne räumliche Trennung zu spielen. Er folgt einem umfassenden Verständnis von Inklusion: Unterschiedlichkeiten werden wahrgenommen, Barrieren jedoch abgebaut, sodass gemeinsames Erleben möglich wird.
Bereits in der Planungsphase wurden die Kinder und Erzieherinnen und Erzieher sowie die Lebenshilfe eingebunden. Sie steuerten wertvolle Anregungen zur Gestaltung der Anlage bei.
Bevor ein Spielplatz in Angriff genommen wird, lädt die Stadt Tagesmütter, Eltern, Bürger und nicht zuletzt die künftigen Nutzer – Kinder und Jugendliche – zu Gesprächen ein. Diese Treffen sind kein reines Wunschkonzert. Mit einem konkreten Budget im Gepäck kann die Stadt bereits vor Ort Aussagen darüber treffen, welche Pläne realisierbar sind und welche nicht. Auch mögliche Konflikte können umgehend ausgeräumt werden. Die Ideen der Diskussionsteilnehmer fließen in die Planungen mit ein. Erste Entwürfe werden den Beteiligten noch einmal vorgestellt und, wenn nötig, nachgebessert. Eine Vorgehensweise, die sich in vielerlei Hinsicht bewährt hat.
Die Stadt erlebt oft eine Wandlung bei den Teilnehmern. Anfängliche Skepsis nach dem Motto „Die machen sowieso, was sie wollen“ weicht Anerkennung und Lob. Oft seien die Bürger überrascht, wie flexibel man auf ihre Wünsche und Anregungen eingehen kann, heißt es. Wer an der Entstehung eines solchen Projekts aktiv mitgewirkt hat, kann sich besser damit identifizieren. Besonders bei den Jugendlichen erlebt man häufig, dass sie sich engagiert für den Erhalt ihrer Flächen einsetzen.
Quelle: WZ Norbert Kleeberg