Wiedervernässung und Hochstufung des Waldgebietes Haus Graven
Moorschutz ist Klimaschutz
Dass ausgetrocknete Moore enormes Potential bieten, um klimaschädliche Emissionen zu binden, wurde eindrücklich bei dem Vortragsabend „Wiedervernässung und Hochstufung des Waldgebietes Haus Graven" deutlich. Im voll besetzten Wiescheider Treff referierte Birgit Radtke Co-Sprecherin vom BUND Langenfeld am 30.09. über die einzigartige Vielfalt der bergischen Heideterrasse, zu der auch die Grünfläche um Haus Graven gehört. In ihrem anschaulichen Vortrag konnte sie vermitteln, dass intakte Wälder, Moore und naturnahe Landschaften als CO2 Senke wirken. „Moorschutz ist Klimaschutz" so ihr Credo. Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang Flächen in öffentlicher Hand, wo zügig mit dem Rückbau von Entwässerungsgräben und Biotoppflege hunderte Hektar Moor wieder vernässt werden könnte. Sie stellte die Stadien des Projektes “Renaturierung von Moorlebensräumen auf der Bergischen Heideterrasse“ vor, das eine Laufzeit von 6 Jahren hat und Teil eines Bundesprogramms ist und zusätzlich aus Landesmitteln gefördert wird.
Ehrenamtliche Mithilfe unter Anleitung von Projektkoordinatoren kommt bei der Errichtung von Spundwänden, um die Entwässerungsgräben zu verschließen, dabei besondere Bedeutung zu. Die anschließenden Fragen aus dem interessierten Publikum hinsichtlich Auswirkungen auf Hochstufung des Waldes um Haus Graven als Naturschutzgebiet auf die Veranstaltungen in der Wasserburg Haus Graven und den Flugbetrieb des Segelflugvereins LSG Erbslöh konnten überzeugend beantwortet werden. „Es geht nicht um Verhinderung und Einschränkungen, sondern um die wunderbare, einzigartige Natur, die um ihrer selbst und der Menschen wegen, geschützt werden muss“, so Birgt Radtke. Dass Rücksicht und Achtsamkeit dazu gehören, konnten die Anwesenden unisono unterstreichen.
Mit großem Applaus und Dank für die ehrenamtliche Arbeit des BUND wurde Birgit Radke verabschiedet.
Ihre Präsentation ist hier abrufbar.