Mehr Platz für Spatz & Co
Die Arbeitsgruppe von BUND und NABU "Mehr Platz für Spatz & Co: Artenschutz an Gebäuden" hat sich gebildet, weil Dörfer und Städte nicht nur Lebensraum für uns Menschen sind. Auch viele Tier- und Pflanzenarten haben sich als „Kulturfolger“ hierauf spezialisiert. Eine ganz besonders enge Bindung ans uns Menschen haben Arten, die als „Untermieter“ unsere Gebäude als Brutplatz benötigen. Eine geänderte Bauweise im Wohnungsneubau und die Errichtung funktionaler Zweckbauten als Gewerbeeinheiten lassen heute aber keinen Brutplatz mehr entstehen. Die steigenden Energiekosten veranlassen immer mehr Immobilienbesitzer, ihren Altbaubestand energetisch zu sanieren. Im Zuge dieser Sanierung werden die Häuser auch wärmegedämmt und somit letzte Nischen und Hohlräume, die bisher als Brutplätze genutzt wurden, verschlossen. Die Mehrzahl dieser „Gebäudebrüter“ ist bereits gefährdet bzw. ihre Bestände gehen zum Teil dramatisch zurück. Zu den Gebäudebrütern zählen Haussperling, Hausrotschwanz, Mauersegler, Schwalbenarten und Fledermäuse. Sie sind stark durch Sanierungen an Gebäuden gefährdet. Dohle, Falken- sowie Eulenarten werden ebenfalls durch Umbauten und Sanierungen ihrer Brutstätten beraubt oder stark eingeschränkt.
Kontakt zur Langenfelder Arbeitsgruppe „Mehr Platz für Spatz & Co.“: spatz-und-co.langenfeld(at)nabu-kv-mettmann.de und bund.langenfeld(at)bund.net
Das Ziel von "Mehr Platz für Spatz & Co" ist die Beratung zu Artenschutz an Wohnbebauung, öffentlichen Gebäuden, Schulen usw. Wir sprechen sanierungswillige Immobilienbesitzer an, um gezielt Brutplätze zu erhalten oder im Rahmen der Sanierung neu zu schaffen. Der Schutz von Gebäudebrütern kann bei der Planung von Neubauten und Sanierungen frühzeitig eingeplant werden. Ausführliche Informationen für Architekten, Handwerker und Immobilienbesitzern gibt es beim BUND NRW sowie bei der Biologischen Station Hagen .
Interessierte finden hier ausführliche Informationen, Publikationen und Beispiele für gelungene Sanierungen.
Es gab bereits verschiedene Vorträge von Experten wie Franco Cassese, Biostation Hagen, Aline Förster, NABU-Naturstation Münsterland und Ausstellungen zum Thema.
Ein erster Erfolg ist die Zusage des Verbandswasserwerks Langenfeld-Monheim, Nist- und Quartierkästen zu installieren.