Am 30.09.2026 hält der BUND Hilden ab 16.00 Uhr eine Mahnwache vor dem Bürgerhaus Hilden, Mittelstraße 40 ab. Anlass ist die Ratssitzung um 17.00 Uhr, auf deren Tagesordnung unter anderem der Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan Nr. 139 A (Hofstraße) steht.
Mal wieder soll in der dichtest besiedelten kreisangehörigen Stadt in NRW ein Stück Freifläche am Stadtrand für Bebauung geopfert werden. Und das, obwohl Hilden schrumpft: Im ersten Halbjahr 2026 nahm die Einwohnerzahl um 333 Personen ab. Trotzdem soll weiter gebaut werden – ohne Rücksicht auf Frischluftschneisen, Überflutungsgebiete und ganz alltägliche Probleme wie fehlende Parkplätze und zu enge Straßen.
Besonders brisant an diesem Bauprojekt ist, dass die Stadt Hilden im Jahr 2024 noch um private Spenden für eine Obstwiese an der Hofstraße geworben hat. Kaum waren die Bäume gepflanzt, wurde die Fläche als Ausgleich für die neue Bebauung herangezogen.
Auf diesem Weg hat die Stadt gemeinnütziges und bürgerschaftliches Engagement kurzerhand für ihre eigenen Bauabsichten zweckentfremdet.
Es ist nicht das letzte und einzige umstrittene Bauprojekt in Hilden: Auch an der Gerresheimer Straße/Ecke Beethovenstraße, Hochdahler Straße (ehemals Esso-Tankstelle) und am Salzmannweg sollen Bauvorhaben umgesetzt werden, die in Zeiten von Starkregen, Hochwasser und Hitze mehr als fragwürdig sind.
Der BUND lädt alle, die sich von der Stadtplanung in Hilden betroffen fühlen, ein, an der Mahnwache teilzunehmen!