Viele Jahre lang waren Schottergärten beliebt als vermeintlich pflegeleicht, aber angesichts der zunehmenden Hitze- und Trockenperioden zeigt sich die Kehrseite der Medaille. Es handelt sich hier nicht nur um tote Flächen für die Natur, sondern auch um Wärmeinseln, die zum Aufheizen der Stadt beitragen. Jeder hat schon die Erfahrung gemacht, dass es sich noch heißer anfühlt, wenn man bei praller Sonne an einem Schottergarten vorbeigeht, weil hier kühlende Pflanzen fehlen. Weitere Nachteile sind eine erhöhte Staub- und Schadstoffentwicklung und mangelnde Versickerungsmöglichkeiten bei Starkregenereignissen.
Aus diesen Gründen dürfen neue Schottergärten nicht mehr angelegt werden, aber was ist mit den bestehenden? Mancher hat sich sicher schon Gedanken gemacht, wie er sich von seinem Schottergarten oder einer gepflasterten Fläche im Vorgarten trennen kann. Wie aufwändig ist das? Wohin mit dem entfernten Schotter? Welche Kosten entstehen? Welche Pflanzen sind geeignet, die sowohl geringe Pflege benötigen wie auch insektenfreundlich sind, so dass ein Trittsteinbiotop entstehen kann, das auch Vögeln und Igeln einen Lebensraum in der Stadt bietet?
Damit alle Interessierten ihre Fragen an einen Fachmann stellen und den Umbau vor Ort verfolgen können, hat die BUND Ortsgruppe einen öffentlichen Rückbau organisiert und Interessierte am Samstag, den 11.7., dazu eingeladen. Da die Presse nicht darüber informiert hat, ging das Konzept nicht auf und die BUNDler blieben weitgehend unter sich. Das machte aber nichts, wir haben kräftig mitgeholfen und uns ausgetauscht.
Und wir warten auf weitere Bewerbungen für unsere Rückbauaktion, unter bund.ratingen(at)bund.net, die von der Ortsgruppe mit einem Zuschuss zu den Kosten belohnt wird.