Pionierin für den Klimaschutz - Edith Feltgen ist tot

26. Januar 2026 | OG Ratingen

Angekommen im Ruhestand, entschied sich Edith Feltgen für den Unruhestand. Sie kam zu einem Arbeitstreffen der BUND-Ortsgruppe Ratingen und verkündete: ,,Ich mache mit.’’ Und das tat sie bis an ihr Lebensende - unermüdlich, streitbar und unbeirrbar.

Edith Feltgen Edith Feltgen  (N. Oehl)

Als erstes ließ sie sich in ihrem Gärtchen einen Teich anlegen. Als passionierte Alltagsradfahrerin richtete sie bald den Fokus auf nachhaltige Mobilität und engagierte sich im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). Lange Jahre war sie dessen Vorsitzende auf Ortsebene und arbeitete im Bundesvorstand mit. Sie schaffte es unter anderem, dass in Ratingen die erste und bisher einzige Fahrradstraße eingerichtet wurde. Den Begriff “Drahtesel” mochte sie übrigens gar nicht leiden.

Damit nicht genug: Ihrer Meinung nach wurde in Politik und Verwaltung dem Klimaschutz nicht genügend Beachtung geschenkt. Daher gründete sie zusammen mit Gleichgesinnten den Ratinger Klimabeirat und wurde für viele Jahre seine Vorsitzende.

Letztes Jahr feierte der Ratinger Klimabeirat sein 25jähriges Jubiläum mit einem spannenden Vortrag von Sven Plöger. Regelmäßig wohnte die Ehrenvorsitzende den Sitzungen bei und forderte noch vor wenigen Monaten in einer flammenden, viel beachteten Rede, dass dem Klimaschutz und der Klimafolgenanpassung eine höhere Priorität bei den Entscheidungen von Politik und Verwaltung  eingeräumt werden müsste.

Edith blieb der Ortsgruppe trotz ihres vielfältigen Engagements in der Stadtgesellschaft immer treu. Sie besuchte unsere Arbeitstreffen und unsere Veranstaltungen und trug mit ihren Anregungen und pointierten Wortbeiträgen zum Erfolg unserer Arbeit im Umwelt- und Naturschutz bei.

Nun ist sie im Alter von 98 Jahren gestorben. Wir verabschieden und bedanken uns bei Edith Feltgen für ihren besonderen Einsatz für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Sie wird uns sehr fehlen.

Zur Übersicht