Kreisgruppe Mettmann
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Aktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit: So viel Du brauchst!

23. Februar 2021

Das Klimafasten geht weiter! Die frühlingshaften Temperaturen im Februar zeigen uns, dass es höchste Eisenbahn ist, etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Deswegen geht es in dieser Woche um das Aufheizen: aber nicht der Erdatmosphäre, sondern der eigenen Wohnung.

Kaminfeuer  (C. Roth)

2. Woche: Sparsames Heizen

„Kalte Füße sind lästig, besonders die eigenen.“ - soll Wilhelm Busch gesagt haben, und er lebte von 1832 bis 1908.

In dieser Zeit gab es auch schon Tipps zum sparsamen Heizen, z.B. von Anny Wothe, die in ihrem Buch „Wie man sparsam zu haushalten pflegt“ im Februar 1904 schrieb:

„Ängstlich bemüht sind jetzt viele, die Fenster geheizter Zimmer stets geschlossen zu halten, damit, wie sie sagen, die Wärme nicht den Räumen entweicht. In solch fest verschlossenen Stuben entsteht bald eine äußerst schlechte Luft, die nicht nur der Gesundheit schädlich ist, sondern sich auch sehr schlecht erwärmen läßt. Viel schneller erhält man ein warmes Zimmer, wenn man die verbrauchte Luft durch reine, frische ersetzt. Die Erneuerung der Luft vollzieht sich am besten durch Öffnen der Fenster und der Tür. Der entstehende Luftzug beseitigt schnell die alte Luft und füllt den Raum mit neuer, frischer, die sich in kurzer Zeit erwärmt.“

Genau 117 Jahre später lautet eine der 20 goldenen Regeln zum richtigen Heizen, z.B. vom Umweltbundesamt:

„Regelmäßiges Lüften während der Heizsaison ist sehr wichtig, auch wenn es draußen kalt ist. Frische Luft verringert die Feuchtigkeit in den Wohnräumen und sorgt für eine gute Luftqualität. (…) Am effektivsten ist so genanntes Stoßlüften, das bedeutet, mehrmals täglich mit komplett offenen Fenstern etwa fünf Minuten kräftig durchzulüften, anstatt Fenster dauerhaft gekippt zu lassen.“

Da Heizen für rund 70 Prozent des Energieverbrauchs in unseren Wohnungen verantwortlich ist, lohnt es sich also nicht erst seit gestern, hier genau hinzuschauen, ob sich noch etwas einsparen lässt – für den eigenen Geldbeutel und unser Klima.

Und wer die 20 gängigen Regeln schon seit Jahren kennt umgesetzt hat, kann es auch mal mit diesen Alternativen versuchen:

An kühlere Temperaturen kann man sich genau so gewöhnen wie an warme. Also spornen Sie Ihren Kreislauf an, indem Sie die Heizung eher zu klein als zu hoch einstellen. Übertreiben Sie es nicht: unter 15 Grad C sollten die Wohnräume nicht haben, sonst droht Schimmelbildung.

Statt Heizung hochdrehen helfen vielleicht auch folgende Mittel:

  • Vermeiden Sie auf jeden Fall einen ständigen Luftzug. Schließen Sie die Türen zu unbeheizten Räumen und prüfen Sie ggf. auch die Dichtungen Ihrer Fenster.
  • Wenn es am Schreibtisch zu kalt wird, einfach mal die Wohnung aufräumen oder Staubsaugen.
  • Dicke Socken an- oder Kuscheldecke überziehen,
  • eine Thermoskanne mit heißem Früchte- oder Kräutertee zum Homeoffice und
  • ein angewärmtes Kirschkern- oder Körnerkissen zum Schlafengehen.

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