Anfangs noch zögerlich, später aber eine "volle Wiese"
Zwar startete das Fest auf der Streuobstwiese Hahner Heide zwar verhalten. Im Laufe des Tages konnten in der Spitze 50 Personen und über den Tag hinweg 70 bis 80 diesen Tag auch bei dem bedeckten grauen Himmel genießen.
Nicht nur mit den ausgelegten Materialien und Apfelsorten sowie den aufgehängten Tafeln konnten sich alle über den Lebensraum Streuobstwiese für Pflanzen und Tiere kundig machen. Auch über das Vermarktungspotentials für regionale Anbauprodukte und seine Bedeutung als heimisches Kulturgut zur Naherholung und als Lernort für Nachhaltigkeit wurde zusätzlich in Vorträgen und Führungen das Wissen erweitert.
Neben reichlich köstlichem Apfelkuchen, Kaffee und der Möglichkeit, Apfelsaft mit der Hand zu pressen gab es ein Quiz für alle Besuchenden und verschiedene Spiele für Kinder.
Das Trink-Mit-Projekt war ebenfalls vertreten und so haben wir unseren Apfelsaft - des leider jetzt mittlerweile geschlossenen Mosterei-Betrieb Dalbeck - aus dem vergangenen Jahr angeboten.'
Allen Helfern ein herzliches Dankeschön für die große Unterstützung.
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Noch einige Infos zu unserer Streuobstwiese:
Streuobstwiese HAHNERHEIDE
Streuobstwiesen sind menschengemachte Lebensräume (Biotope), die die meisten
Pflanzen-, Pilz- und Tierarten beherbergen: ca. 5.000 verschiedene Arten.
Streuobstwiesen sind gekennzeichnet durch verstreut stehende starkwüchsige,
hochstämmige und großkronig erzogene Obstgehölze (Apfel, Birne, Süßkirsche, Pflaume, Walnuss und Esskastanie) unterschiedlichen Alters und Arten und Sorten.
Veredelungshöhe: Busch 0,4 – 0,6 m , Halbstamm 0,7 – 0,9 m , Hochstamm 1,4 – 1,8 m
Die Bäume dienen der Obsterzeugung („Obernutzung“); da sie locker stehen, dienen die Flächen zugleich als Grünland („Unternutzung“), entweder als Mähwiese zur
Heugewinnung oder als Viehweide.
Die Römer brachten die nicht heimischen Äpfel, Birnen, Pflaumen und Süßkirschen sowie Walnuss und Esskastanie nach Mitteleuropa. Hier konnten diese bereits im antiken Griechenland kultivierten Obstsorten nur in klimatisch begünstigten Gebieten gedeihen. Die Züchtung robusterer und weniger anspruchsvoller Sorten wurde von den mittelalterlichen Klöstern betrieben.
Durch fortschreitende wissenschaftliche Entwicklung entstanden bis zum 20. Jahrhundert über 6000 Obstsorten, darunter mindestens 2700 Apfel-, 800 Birnen-, 400 Süßkirschensorten und 400 Pflaumen / Mirabellen, die den Obstanbau selbst in Höhenlagen der Mittelgebirge ermöglichten.
Der Streuobstanbau hatte im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts seinen Höhepunkt.