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Kreisgruppe Mettmann

Aktionen gegen den 8-streifigen Ausbau der A3

Langenfelder Widerstand gegen den A3-Ausbau

Bis 2030 soll die Autobahn A3 nach dem Bundesverkehrswegeplan achtspurig ausgebaut werden. Das wird voraussichtlich gravierende Folgen für die Anwohner, Grundstücksbesitzer sowie die Natur haben. 

Zwischen Hilden und Leverkusen-Opladen soll auf 15 Kilometern Länge der Ausbau vorangetrieben werden. Davon liegen 8,5 Kilometer auf dem Langenfelder Stadtgebiet. 

Karl Wilhelm Bergfeld vom BUND Langenfeld sagt: "Nach eigener Erfahrung fließt der Verkehr auf dieser Strecke, solange er nicht durch Baustellen oder Unfälle behindert wird. Ein Ausbau auf acht Spuren ist daher überhaupt nicht notwendig." Eine aktuelle Erhebung über das gegenwärtige Verkehrsaufkommen gebe es offensichtlich nicht. Der BUND fordert Alternativen für den Ausbau durch eine intelligentere Verkehrsführung z. B. bei Störungen auf der A3 über die parallele A59, Tempolimits für besseren Verkehrsfluss und im Bedarfsfall eine Freigabe der Standstreifen. Die BUND-Ortsgruppe sucht Anwohner*innen und Bürger*innen, die Interesse daran haben, sich gegen den Ausbau der A3 einzusetzen. 

Denn: 

  • Die Belastungen durch die Bauarbeiten werden sich über Jahre hinwegziehen.
  • Die Grundstücke der Anwohner verlieren an Wert, je näher die Autobahn rückt, z. B. in Reusrath-  Süd, Furth, Hardt und Wiescheid-Feldhausen.
  • Weitere versiegelte Flächen sorgen für eine Erhöhung der Überschwemmungsgefahr unserer Bäche.
  • Wichtige Naherholungsgebiete der Langenfelder Bevölkerung werden beeinträchtigt; z.B. das Further Moor und die Landschaftsschutzgebiete, die unmittelbar an die Autobahn angrenzen.

              

Bürgermeister fordern sparsamen Umgang mit der Resource Landschaft

Bezüglich des geplanten Ausbaus der A3 gibt es inzwischen aktuell einige erfreuliche Anzeichen des Nachdenkens:

Der Langenfelder Bürgermeister, Frank Schneider, hat auf unsere Anregung hin zusammen mit den Bürgermeistern von Leichlingen, Solingen und Hilden an StraßenNRW geschrieben mit der Aufforderung nach Alternativen zu suchen, um den Flächenverbrauch zu minimieren (Schreiben vom 12.12.2018).

Dies wurde auch in der hiesigen Presse bekannt gemacht:
Rheinische Post vom 13.12.2018

Inzwischen scheint daraufhin auch bei der Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher ein Nachdenkprozess begonnen zu haben (Ausschnitt aus einem Interview der Rheinischen Post):

Frage: Es gibt aber bei vielen Bauprojekten dieser Art Sorgen, dass Umwelt oder Lärmschutz leiden könnten. Gerade erst haben auch vier Bürgermeister aus Ihrem Regierungsbezirk einen gemeinsamen Appell an das Land gerichtet, den Ausbau der Autobahn 3 zwischen Leverkusen und Hilden nicht auf die geplanten acht Spuren plus Standstreifen auszudehnen. Was halten Sie davon?

Radermacher: Wir müssen zweifellos die Ballance zwischen den Herausforderungen des zunehmenden Verkehrs und den Bedürfnissen von Umwelt und Bevölkerung finden. Ich halte aber nichts von Diskussion ausschließlich um die Anzahl der Fahrspuren. Ein Beispiel: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in London die große Sorge, die Verkehrsprobleme nicht mehr in den Griff zu bekommen, weil – wie es hieß – „die Stadt im Pferdemist zu ertrinken drohe“. Was ich damit sagen will ist: Wer weiß, über welche neuen Techniken oder verkehrliche Möglichkeiten wir in 10 bis 20 Jahren verfügen? Das sollte man nie aus den Augen verlieren.

BUND Ortsgruppe Langenfeld

Langenfelder kämpfen gegen den Ausbau der A3:

Die BUND Ortsgruppe sucht Unterstützer*innen

Kontakt:

Karl Wilhelm Bergfeld

Tel.: 02175-890497

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