Kreisgruppe Mettmann
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Aktion für Klimaschutz & Klimagerechtigkeit: So viel Du brauchst!

17. Februar 2021

Von Aschermittwoch bis Karfreitag dauert die traditionelle christliche Fastenzeit. In diesem Jahr haben die evangelische und die katholische Kirche sie unter das Leitmotiv #klimafasten gestellt. Sie rufen auf, sieben Wochen lang danach zu suchen, was wir wirklich brauchen.

Tiny House aus dem 17. Jahrhundert: Windloch in Minden  (C. Roth)

Dies verbindet sie mit Umweltverbänden wie dem BUND. Die Frage der Nachhaltigkeit prägt schon lange umwelt- und naturbewegte Menschen: Wie viel können wir uns von den Ressourcen nehmen, ohne egoistisch zu sein und die Welt zu „verbrauchen“?

An dieser Stelle finden Sie in den nächsten sieben Wochen Anregungen und Tipps zum Mitsuchen und Entdecken!

 

1. Woche - Mein Wasserfußabdruck

Wie viel Wasser wir verbrauchen, lesen wir auf der Wasseruhr oder der Nebenkostenabrechnung. Aber das ist bei Weitem nicht alles: unser „virtueller Wasserverbrauch“ steckt auch in Nahrungsmitteln oder Konsumgütern, die wir kaufen. Oft stammen diese Dinge aus Regionen, die arm an Trinkwasser sind. Daher lohnt es sich, auch einen Blick auf die „virtuelle Wasseruhr“ zu werfen:

Pro Tag verbrauchen wir ca. 120 l Wasser in unserem Haushalt. Der Wasserverbrauch verdoppelt sich schon, wenn wir nur eine Tasse Kaffee trinken (ca. 140 l Wasser). Trinken Sie Kaffee daher nicht aus Gewohnheit, sondern aus Genuss!

Tomaten sind das liebste Gemüse der Deutschen. Wir essen pro Kopf jährlich 25 kg. Sie sind immer frisch erhältlich, doch gerade der ganzjährige Anbau in warmen Regionen erfordert einen hohen Wasserverbrauch. Zum Kochen brauchen Sie keine frischen Tomaten. Greifen Sie vor allem im Winter auf eingekochte Tomaten zurück und freuen Sie sich auf aromatische Freilandfrüchte im nächsten Sommer. Achten Sie aber auf die Herkunft: Bei Bioprodukten gibt das EU-Biosiegel Auskunft über das Erzeugerland. Auch ein Aufdruck wie „100 Prozent italienische Tomaten“ garantiert Tomaten aus Italien. Wenn lediglich „Hergestellt in Italien“ oder „Produziert in Italien“ aufgedruckt ist, können auch nicht-italienische Tomaten verarbeitet worden sein, z.B. aus China.

Für ein Kilo Getreide werden 1.300 Liter Wasser benötigt, für ein Kilo Rindfleisch mehr als 15.000 Liter. Daher lohnt es sich zum Wassersparen, seltener Fleisch zu essen. Braten Sie mal Frikadellen aus Grünkern oder Haferflocken!

Baumwoll-Kleidung gilt als natürlich und gesund. Leider wächst der Rohstoff in trockenen Regionen und muss bis zur Erntereife kräftig gewässert werden. Wenn Sie statt zwei günstigen nur noch ein hochwertigs Kleidungsstück kaufen, halbieren Ihren Wasserverbrauch!

Weitere Tipps finden Sie auf der Seite des BUND Bundesverbands.

 

 

 

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